Von Whatsapp-Anrufen nach Brasilien

Nach einer langen Schreibpause gibt es jetzt endlich ein kleines (brasilianisches) Lebenszeichen von mir, denn ich bin im Urlaub. Das heißt aber auch, dass ich den kleinen Lieblingsmenschen nicht mal einfach so schnell zwischendurch besuchen kann. Also gibt es (fast tägliche) Whatsapp-Anrufe und ich bin sehr dankbar für diese digitale Welt…

Irgendwie dauert(e) meine Winterpause hier auf dem Blog länger als ursprünglich geplant. Nach einem wunderschönen Weihnachten mit dem kleinen Neffen zuhause bei meinen Eltern, wo wir alle gemeinsam feierten, war auf Arbeit viel zu tun und ich war leicht überarbeitet. Da ich eh den ganzen Tag beruflich am Computer sitze, wollte ich meine freie Zeit lieber mit dem kleinen Menschen am Fußboden spielend verbringen, als für den Blog zu schreiben.

Koffer packen

Und dann war es endlich Zeit, die Koffer zu packen. Ich habe ja versucht, den kleinen Mann sehr unauffällig im Handgepäck mit nach Brasilien zu schmuggeln, aber irgendwie waren seine Eltern dagegen. Ich verstehe gar nicht wieso! Mein Bruder und meine Schwägerin hätten sich auf jeden Fall auch sehr gefreut, den Kleinen erstmals in Brasilien zu begrüßen. Aber jetzt muss er eben warten, bis seine Eltern mit ihm den langen Flug antreten.

Spielzimmer

In São Paulo wäre auf jeden Fall schon alles bereit. Hier im Wohnkomplex gibt es nicht nur einen Swimmingpool, was der kleinen Wasserratte sicher sehr gefallen hätte, sondern auch zwei gut ausgestattete Spielzimmer. Und ganz zu schweigen von den zwei Katzen, die ihre Freude mit dem kleinen Krabbelmonster gehabt hätten (oder auch nicht).

Whatsapp-Whatsup zum Frühstück

Da ich nicht das erste Mal in Brasilien bin und dieses Mal den Urlaub auch sehr dringend nötig hatte, gehe ich meine Tage sehr entspannt an. Zum Kaffee morgens gibt es dann häufig einen Whatsapp-Videoanruf von der Schwester, damit ich dem kleinen Schlumpf “Hallo” sagen kann. Jetzt sitze ich auf einmal auf der anderen Seite des Handy-Bildschirms. Da ich normalerweise direkt um die Ecke wohne, war ich schon öfters dabei, wenn der Kleine mit den Großeltern in Süddeutschland oder eben mit meinem Bruder in Brasilien telefoniert. Und jetzt bin ich auf einmal auf der anderen Seite – des Atlantiks und des Handybildschirms.

Digitale Knutscher

Ganz selbstverständlich interagiert er mit mir digital und ich bin ganz verzaubert, wenn mein digitales Ich von ihm mit diversen (feuchten) Küssen auf den Handybildschirm versorgt wird. In diesen Momenten freue ich mich sehr über diese digitalen Möglichkeiten (die ich ja gerne auch mal kritisch sehe), da sie es mir erlauben, auch in Brasilien ganz nah dran zu sein, wenn er sich langsam aber sicher zweibeinig auf den Weg durch die Welt macht.

Und auch wenn Whatsapp zumindest für die Urlaubszeit ein toller Ersatz ist, so freue ich mich schon sehr darauf, wenn ich den Kleinen wieder “in echt” drücken kann – und er mir dafür vielleicht sogar schon mehr oder weniger selbstständig auf zwei Beinen entgegen laufen kann. 3 1/2 Wochen vergehen im Flug und bedeuten dennoch Welten!

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