Ahoi (6): I’m the Captain

Wir gehen segeln! 1 Woche Sonne, Wind, Meer und griechisches Essen. Mit dabei sind Maxi-Skipper, Mama Matrosin, die segelnde Tante, unser Lieblings-Smutje und natürlich Mini-Skipper. Festgehalten wird alles hier im Blog. Heute Teil 6: Gelbe Tassen und wachsende Miniskipper.

I’m the Captain

Auch wenn offiziell der Skipper die Ansagen an Bord macht, war bei uns von Anfang an klar, wer eigentlich Kapitän (nicht nur der Herzen) ist. Miniskipper war der Gradmesser für alles, was den Segeltörn betraf. Natürlich hat er uns das Leben leicht gemacht, denn als sehr unkompliziertes Kind war er vor allem happy darüber, dass er schön schaukelnd und mit 4 Spielgefährt*innen eine aufregende Woche auf dem Boot verbringen durfte.

Gemeinsam in den Tag starten

Es war so schön für mich, eine ganze Woche mit dem Miniskipper zu verbringen. Oft klopfte es morgens an meiner Kajütentür und der kleine Mensch kam (getragen von der Mama) etwas zum Kuscheln vorbei. Er lag dann neben mir auf dem Bett und hat mich – und sich – unterhalten. Zwar hatte ich über meinem Bett keinen so schönen Ausblick wie das in seiner Kajüte der Fall war, aber trotzdem gab es viel zu entdecken.

Besonders interessant waren in dieser Woche unsere Gesichter. Da wurde auf einmal sehr feucht geküsst, an den Haaren festgehalten und vor allem wurden unsere Münder inspiziert. Sprechen und Essen sind neuerdings ganz aufregend für den Kleinen. Man konnte ihm ansehen, dass er gerne erzählt hätte, was er alles so erlebt. Und mitgegessen hätte er sehr gerne.

Gemeinsam Essen

Am spannendsten war in dieser Woche zu sehen, dass es dem Miniskipper nun offensichtlich nicht mehr reichte, von Mama gestillt zu werden. Er hat verstanden, dass wir da etwas anderes in unsere Münder schieben. Also begann er, sehnsüchtig unserem Essen zu folgen – erst mit Blicken, dann versuchte er auch danach zu greifen. Alles, was Lieblingssmutje Kaddl auftischte, war plötzlich super  interessant. Aber Beikost war noch nicht vorgesehen für diese Woche.

Zum Glück lassen sich so kleine Miniskipper noch austricksen. Und nachdem der Kleine einfach seine eigene gelbe Tasse bekommen hatte, war er ganz happy dabei, wenn wir am Frühstücks-, Mittags- oder Abendbrottisch saßen und unseren leckeren Griechischen Salat oder das schnelle Essen verspeisten. Er hatte die gleiche Tasse wie wir alle, auf der man so wunderbar herumkauen konnte. Dafür hatten wir aber nun eine zusätzliche Challenge: Wir mussten nur aufpassen, dass wir nicht aus Versehen in diese eine, ziemlich angesabberte Tasse, unseren Kaffee füllten.

Vom Welt entdecken und der Zukunft

Die gemeinsame Woche an Bord hat mir noch einmal gezeigt, wie schnell diese kleinen Menschen wachsen und mit welcher Begeisterung sie die Welt entdecken. Auch wenn ich Miniskipper im Alltag sehr oft sehe, war diese kondensierte Zeit auf dem Boot ganz besonders für mich. Meine Tantenliebe ist damit noch einmal ein ganzes Stück gewachsen und ich habe den Kleinen dann in der Folgewoche sehr vermisst, als er und seine Eltern noch eine Woche Griechenland dran hängten und ich schon längst wieder im (Arbeits)Alltag angekommen war.

 

 

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